Doppelte Niederlage im Dezember

Beide Mannschaften verlieren ihr Spiel vor Weihnachten

Für die erste Mannschaft ging es dieses Wochenende zum Aufsteiger nach Wernau. Der Nachbar der etwas bekannteren Schachclubs aus Plochingen und Deizisau spielt diese Saison zum ersten Mal in der Verbandsliga. Dadurch aber, dass Wernau sich vorne mit FM Ustianovich, IM Nester und FM Gheng Unterstützung dazu holten, zählen sie zu den stärksten Mannschaften der Liga. 

Hans-Peter Holl (1) hielt gegen IM Ihor Nester lange Zeit gut mit. Erst im Turmendspiel nach über 50 Zügen unterliefen ihm einige Ungenauigkeiten, sodass sein Gegner die ausgeglichene Stellung doch noch in einen Sieg umwandeln konnte.

Schwarz spielte hier 1...gxf5+ worauf nach
2.Kxf5 Kh5 3.Kf4 Kh4 4.Tb2 Ta7 es nur einen Zug gibt, der Remis hält, nämlich:
5.Tf2! Tf7+ 6.Ke3 und Schwarz kann die f-Linie nicht halten. 
Zum Beispiel
6...Txf2 7.Kxf2 und der Weiße König kommt vor den Randbauern

6...Kg3 7.Txf7 h2 8.Th7 und der Bauer wird geschlagen
6...Te2+ 7.Kf4 zurück zum Ausgang

2.Kf4! wäre ebenfalls möglich, da der Verteidiger im Turmendspiel gegen f- und h-Bauern in den meisten Fällen (so auch hier) bekannter Weise Remis hält.

Nach 5.Tb8? Tf7+ 6.Ke3 h2! 7.Th8+ Kg3 8.Tg8+ Kh3 9.Th8+ Kg2 10.Tg8+ Kf1 11.Th8 Tf2!  bringt Schwarz seinen König sicher nach g8 und kann den Bauern umwandeln.

Stefan Lehmann (2) hatte im Abtausch-Spanier mit Schwarz keine Probleme das Gleichgewicht zu halten, und landete nach vielen weiteren Abtäuschen im ungleichfarbigen Läuferendspiel.

Weiß kann hier keine Fortschritte machen, da der schwarze König sich nicht von h7 vertreiben lässt und der schwarze Läufer immer den g7-Bauern decken kann und genug Tempi behält um nicht in Zugzwang zu kommen.
Ein Fortsetzung hätte lauten können:
1.Ld4+ Kh7
2.g5 hxg5
3.Kxg5 Lb2
4.Le3 Lc6
5.Kf6 Lb2
6.Ke6 Lc6
7.Kd6 Lb2
8.Kc5 Lc6
9.h6 Lb2
10.a4 Lc6
11.b5 axb5
12.axb5 Lb2... und keine Verbesserung möglich

Gerd Holl (3) spielte erneut eine sehr solide Eröffnung und Mittelspiel und einigte sich dann früh auf die Punkteteilung.


Thomas Erker (4) kam leider nicht gut ins Spiel und musste früh die erste Niederlage hinnehmen.

 

Michael Eisele (5) bekam gegen die Französische Verteidigung einen spannenden Angriff zustande, verlor dann aber in Zeitnot einen Zentrumsbauer und die Initiative und musste sich schließlich geschlagen geben.


Mario Weißenberger (6) kam mit einem Bauernopfer zunächst sehr gut aus der Eröffnung, schaffte es dann aber alle seine Figuren - einschließlich König - schlechter zu stellen, bis der Mattangriff des Gegners durchschlug.

 

Erich Lankes (7) sorgte für die spielerische Ehrenrettung der SSG. Mit einem scharfen Gambit in der Eröffnung begann er seinen Angriff auf die schwarze Festung. Sein Gegner ließ eher noch 1-2 Tempi liegen, anstatt den Entwicklungsnachteil aufzuholen, und noch bevor die Partie richtig begonnen hatte, war sie auch schon unausweichlich für ihn verloren. Lankes gab diesen Vorteil nicht mehr aus der Hand und gewann die einzige Partie für uns in diesem Match. Damit bleibt er auch weiter bester Topscorer der Mannschaft und aktuell Platz 2 in der Liga.

Thomas Wiedmann (8) spielte eine ausgeglichene Partie bis ins Endspiel. Dort stellte er sich dann jedoch etwas weniger aktiv als sein Gegner auf, und Wernau konnte einen weiteren Sieg einfahren.

Damit stehen wir aktuell in der Tabelle auf dem Abstiegsplatz Rang 8 vor Mengen und Jedesheim. Jedoch haben wir die vier nominell stärksten Gegner bereits hinter uns, sodass ein Klassenerhalt nicht ganz unwahrscheinlich erscheint

Im neuen Jahr geht es weiter am 19.01. zu Hause gegen den SC Rangendingen. Hier sollten unbedingt Punkte im Abstiegskampf her. Bis dahin darf über Weihnachten erst einmal entspannt oder das eine oder andere Turnier gespielt werden.

36. Internationales Böblinger Open 26.12.-30.12. (http://boeblinger-open.de/)

32. Staufer-Open Schwäbisch Gmünd 02.01.-06.01. (https://www.staufer-open.de/)

Der nächste Paukenschlag

Unverhoffter Sieg gegen Ebersbach

In der zweiten Runde der Verbandsliga empfing die SSG den Lokalrivalen SV Ebersbach zu Hause in Süßen.

Bisher waren die Rollen im Lokalderby immer klar verteilt: Ebersbach spielt um den Aufstieg und gewinnt typischerweise recht deutlich gegen die SSGler im Abstiegskampf. So waren die letzten vier Begegnungen:

Saison SV Ebersbach 1 SSG Fils-Lauter 1                                                                                                      
2018/19 8 0  
2017/18 6 2  
2016/17 4 4  
2012/13 6 2  

Dazu kam noch, dass die SSG wieder nicht in Bestbesetzung antreten konnte, gleich drei Ersatzspieler waren aufgestellt - immerhin um einiges besser als in der vergangenen Saison, als man nur zu viert in Ebersbach antrat.

Aber es waren die vorderen Bretter die dieses Mal schwächelten.  Am ersten Brett gab Hans-Peter Holl (1) recht früh einen Bauern ab. Mit etwas Kompensation blieb es spannend, aber sein Gegner setzte sich am Ende durch.

Auch Stefan Lehmann (2) opferte nach der Eröffnung einen Bauern. Die Kompensation sah vielversprechend aus, doch in der komplizierten Stellung spielte sein Gegner die besseren Züge und Stefan musste sich geschlagen geben, als der extra Bauer drohte, zur Dame zu werden.

Unsere Ersatzspieler hingegen holten direkt wichtige Punkte ein. Erhard Moder (6) spielte eine sehr solide Partie, die durch ihren langweiligen Character in einem schnellen Remis endete.

Andreas Buchele (7) spielte eine sehr wilde Eröffnung und es ging hin und her, bis am Ende alle Figuren in ein Bauernendspiel abgetauscht wurden und ein Remis vereinbart wurde.

Eine schöne Partie legte Christian Funk (8) an den Tag. Er spielte sehr praktisch und solide und behielt die gesamte Partie über die Oberhand. Nach weiteren Ungenauigkeiten des Gegners wurde der Druck zu groß und wir konnten den nächsten Punkt einfahren.

Auch Michael Eisele (4) spielte eine sehr spannende und scharfe Partie, in der er die bessere Übersicht behielt und einen weiteren Sieg sichern konnte.

Es stand nun 3:3, doch die Stellung von Thomas Erker (3) sah bereits sehr positiv für uns aus. Durch einige Ungenauigkeiten des Gegners konnte Thomas nach einer recht ausgeglichenen Partie in ein gewonnenes Springerendspiel abwickeln.

Es blieb noch auf die letzte Partie zu hoffen. Erich Lankes (5) spielte im Großen und Ganzen eine sehr gute Partie. Allerdings ließ er am Ende einige Gewinnmöglichkeiten aus und sein Gegner konnte sich in ein Turmendspiel retten, welches zum Remis reichte. Doch diese verpasste Chance viel nicht groß ins Gewicht. am Ende konnten wir uns über einen 4,5-3,5 Sieg freuen.

 

Besonderen Glückwunsch an Christian Funk, der sein Verbandsligadebüt direkt mit einem Sieg feiern konnte.

 

Der Blick auf die Tabelle zeigt erstaunlicher Weise die SSG punktgleich mit der TG Biberach und SK Wernau.

Das nächste Spiel findet bereits am 20.10. auswärts gegen die Weise Dame Ulm statt. Bei diesem nächsten Topgegner haben wir erneut wenig Erwartungen aber viel Ambition dabei. Klopf, klopf, ...

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Saisonbeginn Verbandsliga

Saisonvorschau

Neue Saison, neues Glück. Aus der Oberliga kommt nach langer Zeit die TG Biberach wieder in die Verbandsliga. Dass sie der Position des klaren Aufstiegsfavoriten gerecht werden, müssen die Spieler aus Oberschwaben aber erst noch zeigen. Ebenfalls aus Oberschwaben, jedoch als Aufsteiger der Landesliga kommen die Schachfreunde Mengen neu dazu. Laut DWZ-Aufstellung ist dies die schwächste Mannschaft und ein klarer Abstiegskandidat. Jedoch sind wir selbst ein gutes Beispiel, dass DWZ allein noch nichts heißen mag. Der SK Wernau hat sich 2017 in der Bezirksliga mit drei (eingekauften?) Spielern an den Topbrettern verstärkt und versucht damit nun den Durchmarsch in die Oberliga. Zuletzt schaffte es auch erneut der SC Rangendingen zurück in die Verbandsliga. Glücklicherweise dürfen wir die weit entfernten Kollegen diese Saison im Heimspiel begrüßen.

Die restlichen Mannschaften sind alt bekannt, einen kurzen Überblick bietet auch die Saisonvorschau der Nachbarn aus Ebersbach: https://schach-ebersbach.de/saisonvorschau-verbandsliga-2019-2020/ 

 

Die Statistik und das Ligaorakel sprechen wie immer gegen uns. Trotz dessen hoffen wir diese Saison auf den vierten Klassenerhalt in Folge.


Zur Aufstellung: Stefan Lehmann rückt nach dem guten Abschneiden der letzten Saison weiter vor an Brett 2. Außerdem tauschen Lankes und Weißenberger die Plätze. An Brett 8 kommt Thomas Wiedmann als Stammspieler in die erste Mannschaft. Er zeigte bereits in der Vergangenheit als zuverlässiger Ersatz, dass er es mit den 2000ern in der Verbandsliga aufnehmen kann.

Unentschieden gegen TG Biberach

Die Erwartungen auf einen Punkt waren vor dem Spiel eher gering. So ist doch sogar die B-Mannschaft (Brett 9-16) der Biberacher stärker aufgestellt als unsere Aufstellung zum Spiel. Wer jetzt aber denkt, das würde ein scheues Verteidigen der Fils-Lauter-Spieler werden, wäre eindeutig überrascht. An den meisten Brettern ging es angriffslustig und mutig zu. 

An Brett 5 zeigte sich Mario Weißenberger im Sweschnikow-Sizilianer besser vorbereitet und konnte zwei Fehler seines Gegner direkt für einen durchschlagenden Angriff nutzen, sodass dieser nach nur 19 Zügen aufgeben musste.

 

Weiß droht simple 20.Df7#

19...g6 scheitert sowohl an

20.Dxg6! hxg6

21.Txh8+ Kg7 (einziges Feld)

22.Txd8 Lxd8 (gewinnt die Dame zurück)

23.Sxc8 mit Figur mehr, da der Springer über d6 entkommt

 

als auch an

20.Dh6+ Ke8 (einziges Feld)

21.Dg7 Tf8 (pariert Dxh8 und Df7#)

22.Txh7 Dc7 (gibt dem König ein Fluchtfeld)

23.Lf7+ Kd8

24.Th8 (und es gibt keine Entkommen für den König)

 

bleibt noch

19...d5 20.Txd5 Dc7 21.Td7!  oder 20.Lxd5 Lxc5 21.Lxc6

19...De8 20.Dxe8 Kxe8 21.Sxc8 oder 20.Dxh7! Txh7 21.Txh7

Thomas Erker (3) konnte seinen Eröffnungsvorteil zunächst ausbauen. Nachdem sich kurz darauf das Zentrum abgetauscht hatte, lies er sich jedoch vom Remisangebot überzeugen.


Andreas Buchele (8) brachte wie üblich seinen Gegner schon in der Eröffnung durch scharfes Spiel ordentlich zum Schwitzen und Rechnen. Dieser verteidigte jedoch souverän und nutze die erste Ungenauigkeit, um mit klarem Mehrbauern ins Endspiel abzuwickeln. Das Abspiel war dann nicht mehr zu halten.

 

An Brett 7 hatte Thomas Wiedmann keine Probleme gegen den 300 DWZ-Punkte höher gewerteten Rainer Birkenmaier eine solide Stellung mit leichtem Vorteil aufzubauen. So konnte hier der nächste halbe Punkt eingefahren werden.

Gerd Holl (2) zeigte gegen Wolfgang Mack seine Klasse und bot noch vor der entscheidenden taktischen Abwicklung ein Remis. Mack nahm sich daraufhin seine restliche Bedenkzeit um noch einen Vorteil in der komplizierten Stellung zu finden. Kurz vor Plättchenfall willigte er schließlich in die Punkteteilung ein.


Michael Eisele (4) nahm das bekannte giftige Bauernopfer im Trompowsky-Angriff an, und baute sich zunächst solide auf. Im zunehmenden Angriffsdruck verstrich jedoch viel Bedenkzeit um die Verteidigungsmuster zu finden. In zunehmender Zeitnot musste er schließlich gegen Oliver Weiß die Segel streichen.

Erich Lankes (6) konnte mit Schwarz gegen Fidemeister Holger Namyslo ausgleichen und investierte daraufhin seine Zeit genau richtig zunächst einen Angriff aufzubauen, dann die Kontrolle der offenen Linie und des Zentrums zu übernehmen, und schließlich nach sorgfältiger Vorbereitung den entscheidenden Einbruch ins gegnerische Lager zu setzen. Die durchweg beeindruckende Partie wäre sicherlich unangefochten die Partie des Tages, wenn nicht Brett 1 noch spielen würde.

Nachdem wir ohne große Erwartungen in den Mannschaftskampf gekommen waren, stand es nun 3,5:3,5 mit der letzten Partie an Brett 1 von Stefan Lehmann (w) gegen Bernhard Sinz (s). Lehmann hatte im Mittelspiel die Qualität (eingestellt?) geopfert, dafür jedoch einen starken Freibauer auf b7 erhalten. Mit T+S und Bauern gegen T+T und Bauern konnte er präzise den Druck weiter aufbauen. Beide Spieler waren in erheblicher Zeitnot, da bietet Sinz ein Remis, was den unverhofften  Mannschaftspunkt sichern würde. Doch Lehmann vermutete zurecht, dass die Stellung deutlich gewonnen sein müsste und spielt weiter. Im 38. Zug unterläuft ihm dann doch ein Fehler und die Stellung, immer noch gewonnen, wird unklarer. Im 41. Zug verpasste Lehmann dann die letzte Gewinnchance und bietet Remis, was schließlich angenommen wurde.

Hier machte es sich Weiß mit 38.Td6 unnötig schwer, stattdessen gewinnt zum Beispiel 38.c6 Td2 39.Tb8+ Ke7 40.Tb7+ recht einfach.

 

38.Td6 Txd6 

39.cxd6 Kd7

40.Kb6 Ta8

 

hier gewinnt das seltsam aussehende

41.Sc7 Tb8+

42.Kc5 Tb2

43.a6 Tc2+

44.Kb6 Tb2+ (44...Kxd6 45.a7! Tc6+ 46.Kb5)

45.Sb5 Txg2

46.a7 Ta2

47.Sc7

 

stattdessen 41.Kb7(=) Tf8 42.Sb8+ Kxd6 43.a6 f5 44.a7 Tf7+ 45.Kb6 Txa7 46.Kxa7 f4 und die weißen Figuren stehen zu weit von den Bauern entfernt

Sehr glücklich reist die erste Mannschaft daher mit einem unerwarteten aber verdienten Punkt aus Biberach ab und lässt die Oberligaabsteiger nochmal mit einem blauen Auge davon kommen.

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Schnellschach Leinfelden

Beim 11. Sommer-Schnellschachturnier im Schwabengarten Leinfelden war auch dieses Jahr die SSG mit am Start. Im neunrundigen Turnier hatten die Spieler je 15min Zeit pro Partie. Stammgast Andreas Buchele konnte dieses mal auch Stefan Lehmann überzeugen mitzuspielen. Dieser legte gleich ein hervorragendes Turnier hin, ließ drei FMs hinter sich und belegte mit 6/9 Punkten den 9. Platz. 

Saisonrückblick

Klassenerhalt gesichert

Nach dem knappen und auch etwas glücklichen Sieg gegen Neckartenzlingen am Anfang des Jahres, sowie dem Unentschieden gegen Jedesheim hatten wir uns vorab gute Voraussetzungen geschaffen, den Klassenerhalt in dieser Saison zu schaffen. Allerdings war noch nichts entschieden und wir erhofften uns mindestens noch einen Mannschaftspunkt in den letzten zwei Spielen.

Runde 6

Runde 7

Runde 8 gegen SF Pfullingen 1

Am letzten Sonntag stand dann die vorletzte Runde gegen die Gäste aus Pfullingen an, die auch noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt brauchten. Dies waren die richtigen Voraussetzungen für einen spannenden Kampf.

Michael Eisele (5)  spielte in der Eröffnung eine Ungenauigkeit und musste einen Bauern hergeben. In schlechter Stellung lies sein Gegner dann glücklicherweise eine dreifache Stellungswiederholung zu und wir konnten den ersten halben Punkt einfahren.

In der Partie von Stefan Lehmann (3) spielten beide Spieler sehr solide in der Eröffnung. Als Lehmann drohte, einen starken Springer auf  F4 zu installieren, patzte sein Gegner und stellte eine Figur ein. Diesen Vorteil verwertete Lehmann ohne Probleme und wir erzielten eine frühe Führung. Als nächstes konnte auch Mario Weißenberger (6) die Partie für sich entscheiden. Hier kam ein scharfer Drache aufs Brett, bei dem Weiß am Königsflügel und Schwarz am Damenflügel seinen Angriff gegen den König startete. Durch eine genaue Kombination war Weißenberger am Ende ein Tempo schneller, dem gegnerischen König einzuheizen und wir bauten die Führung auf 2,5-0,5 aus. Unser Ersatzmann Hermann Thurner (8) hatte sich gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner eine sehr gute Stellung erspielen können. Leider ließ er am Ende ein Dauerschach zu, was die Punkteteilung bedeutete. Auch Erhard Moder (7) und Gerd Holl (4) einigten sich in ausgeglichenen Stellungen auf ein Remis. Somit hatten wir einen Mannschaftspunkt schon sicher in der Tasche.

Thomas Erker (2) hatte im Endspiel einen Freibauern am Damenflügel, welcher jedoch verloren ging. Im Turmendspiel mit Bauern weniger konnte er dann aber ohne Probleme die Partie remisieren und der Mannschaftssieg war gesichert. Zum Schluss endete dann auch noch die Partie von Hans-Peter Holl (1) im Remis und mit einen Endergebnis von 5:3 ist der Klassenerhalt damit sicher.

 

Runde 9 gegen SV Ebersbach 1

 

Es sah fasst so aus, also könnte die Saison nicht besser laufen - sage und schreibe 7/8 Punkte in den letzten vier Spielen - bis wenige Tage vor dem letzten Spieltag. Wie aus heiterem Himmel kam eine Spielerabsage nach der nächsten, bis schließlich mit Müh und Not gerade noch zwei Stammspieler und zwei Ersatzleute übrig blieben. Eine solche Aufstellung ist gleichfalls schockierend wie ungewöhnlich. In den letzten 13 Jahren gab unsere erste Mannschaft auf 936 Partien gerade einmal 5 Partien kampflos ab und trat dabei nie mit weniger als sechs Leuten an. 

Zu viert gerade ausreichend für einen Mannschaftskampf ging es nach Ebersbach. Trotz den geringen Chancen noch einen Punkt zu holen, legten sich unsere Spieler ins Zeug und lieferten vier spannende Partien ab, in denen drunter und drüber ging. Etwas überdeutlich viel dann doch das Endergebnis mit 0:8 zu Gunsten der Gastgeber aus, die sich nach einen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison wieder gefangen hatten.
Bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Saison wieder in gewohnt dominierender Besetzung gespielt wird.